Sonne - Sonnenbrand - Hautkrebs
 

Wir brauchen Sonne - aber nicht zuviel!

Licht ist gut für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Es steuert die Bildung von Vitaminen und Hormonen. Die Menge macht auch hier das Gift. Wie viel jeder braucht oder verträgt hängt unter anderem vom Typ ab. Vier Grundtypen werden unterschieden.
 

Typmerkmale

Hautreaktion

Risiko

empfohlener Schutzfaktor

rote Haare, Sommersprossen, helle Haut und Augen

immer rot, bräunt nie

sehr hoch

12 - 15

blonde Haare, helle Haut und blaue Augen

immer rot, bräunt selten

hoch

8 - 10

brünette Haare

manchmal rot, bräunt immer

mittel

4 - 6

Dunkelhaarig, braunhäutig

selten rot, bräunt schnell

geringer

4

 

Die Sonneneinstrahlung kann sich unter folgenden Voraussetzungen noch verstärken:

  • über Wasser, je nachdem wie ruhig es ist, 5 bis 75%
  • über Schnee bis zu 85%
  • über Sand bis zu 20%
  • in der Höhe 1 bis 2% je 100 Höhenmeter

Auch dort, wo keiner an die Sonne denkt, strahlt sie immer noch - bis zu 50%:

  • bei bedecktem Himmel
  • im Schatten
  • unter leichter Kleidung
  • kurz unter der Wasseroberfläche

Hautkrebs

Den bösartigen Hautkrebs bezeichnet man als Melanom. Melanome können sich sowohl auf äußerlich völlig gesunder Haut, insbesondere jedoch im Bereich von Muttermalen bilden. Deshalb sollten Muttermale immer gut beobachtet werden. Hautkrebs nimmt weltweit stark zu. Ungenügender Schutz vor Sonneneinstrahlung und eine beschädigte Atmosphäre sind die wichtigsten Ursachen hierfür. Frühzeitig erkannt ist Hautkrebs durch Operation gut heilbar. Entzündung, Juckreiz, Erhebung und Blutung gefärbter Hautstellen sind ein Alarmsignal. Jede Belastung der Haut kumuliert sich und wirkt sich teilweise erst nach Jahren aus. Melanome lassen sich wie folgt beurteilen und von Muttermalen unterscheiden.
 

Beurteilungskriterien

Charakteristik

A für Asymmetrie

Melanome wachsen meist stark in eine Richtung und sind häufig unregelmäßig. Muttermale sind eher rund und regelmäßig.

B für Begrenzung 
 

Melanome sind an den Rändern zackig. Farblich gehen dunkle und helle Hautstellen scheinbar stufenlos ineinander über. Muttermale sind am Rand gleichmäßig zur normalen Haut abgegrenzt.

C für Colorit (Färbung)

Melanome sind durch braune und schwarze, aber auch rote und graue Färbung gekennzeichnet. Muttermale zeichnen sich durch einen einheitlichen hell- bis dunkelbraunen Farbton aus.

D für Durchmesser 
 

Melanome wachsen immer. Muttermale bleiben nach ihrer anfänglichen Wachstumsphase über viele Jahre gleich groß. 

 

Vorsorge

Schützen Sie sich und schützen Sie insbesondere die, welche dies nicht selbst können! Babys sollen wie alle anderen auch möglichst viel frische Luft bekommen, dürfen aber auf keinen Fall der prallen Sonne ausgesetzt werden - niemals! Kinder sollten im Schatten spielen - zumindest zwischen 12 und 15 Uhr. Grundsätzlich sollten sich alle schützen, die der Sonne länger als 15 Minuten ausgesetzt sind. Auch bei großer Hitze sollten Sie nicht zu lang auf Kleidung verzichten. Schon ein T-Shirt schützt den meistbetroffenen Schulterbereich. Ein Hut verhindert neben dem Sonnenschutz auch Überhitzung. Gewöhnen Sie die Haut in kleinen Etappen an die Sonne. Vergessen Sie auch nicht Ihre Augen mit UV-absorbierenden Gläsern zu schützen. Die Sonnencreme muss alle Bereiche sichern, welche nicht durch Kleidung bedeckt werden. Zur Auswahl der richtigen Creme beraten wir Sie gerne.
 
HINWEIS: Vor der Verwendung einschlägiger Präparate konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!

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